Kleine Koi-Varietätenkunde

Koi-Varietäten
Die Vielzahl an Koi-Zuchtvarietäten überfordert manchmal sogar gestandene Profis. Immer wieder versuchen Züchter eine neue, ganz spezielle Zuchtvarietät hervorzubringen. Und wie oft dies schon gelungen ist, belegt die heutige Vielfalt. Doch nicht jede wird weiter gezüchtet. Entweder ist die Aufzucht zu aufwändig oder das Wachstumspotenzial entspricht nicht den allgemeinen Vorstellungen. Und manch eine züchterische Neukreation schafft mangels Interesse nicht den Durchbruch.

In einigen Büchern finden sich noch heute Namen und kurze Beschreibungen von Zuchtvarietäten, die längst in Vergessenheit geraten sind, geschweige, dass es Bildmaterial darüber gäbe.

Blickt man heutzutage in Händlerbecken oder Privatteiche, findet man einen populären Mix aus Gosanke, die Gruppe der großen Drei (Kohaku, Sanke, Showa), Hikari-Vertretern (Metallicfarbene) und eine handvoll weiterer Zuchtvarietäten, die den allgemeinen Geschmack treffen.

Nur selten trifft man auf andere, weniger verbreitete Zuchtvarietäten wie z.B. die schwarzweiß glitzernden Ginrin Matsukawabake, die orangemetallic leuchtenden, schuppenlosen Mizuho Ogon oder die kontrastreichen, schwarzweißen Yotsujiro. Schon beim Lesen dieser Namen kann man ins Stolpern kommen. Und wenn von einem Doitsu Ginrin Ochiba Shigure die Rede ist, freut man sich, wenn man den Namen nach einigen Übungen frei aussprechen kann. Bis beim nächsten Aufeinandertreffen kleinlaut die Frage kommt: »Ach, wie heißt der doch gleich? Ich komm grad nicht drauf.«

Noch schwieriger, als sich die Namen zu merken, ist das Erkennen der Zuchtvarietät oder das Einordnen in eine entsprechende Gruppe. Wir haben eine Auswahl prominenter Zuchtvarietäten als Steckbrief zusammengestellt, um eine kleine Hilfestellung zu geben. Jeder Steckbrief enthält Kurzinformationen, die auf die jeweilige Zuchtvarietät zutreffen – nicht generell aber mehrheitlich. Zusätzlich sind noch deren bekanntesten Varianten aufgelistet. Letztendlich decken allein die 14 Steckbriefe 72 Zuchtvarietäten ab. Sie würden somit schon fast die Hälfte aller Zuchtvarietäten kennen.

Und sollten Sie nach dem Namen eines bestimmten Koi gefragt werden, weil man Ihnen Kompetenz zugesteht, er Ihnen aber partout nicht einfallen will, antworten Sie mit einem kurzen »Kawarimono«, denn in der Gruppe der Kawarimono werden alle Zuchtvarietäten eingeordnet, die nicht eindeutig einer der anderen 14 Gruppen zugeordnet werden können. Das machen sogar die japanischen Züchter.

Steckbriefe:


Quelle:
Logo Koi VerlagArtikel und Steckbriefe wurden freundlicherweise vom Koi Verlag (www.koi-verlag.de) zur Verfügung gestellt.










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