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Löffelstör Polyodon spathula
In der Natur war der Löffelstör früher im Stromgebiet des Mississippi weit verbreitet. Durch Wasserverunreinigungen, Staudämme und die Raubfischerei ist die Art fast ausgestorben. Das Fleisch und der Rogen (Kaviar) dieser Art sind sehr delikat. Heute wird die Art in der Aquakultur kommerziell gezüchtet. Es ist aber immer noch etwas Besonderes, Nachzuchten der Art im Handel anzutreffen.
Löffelstöre sind Nahrungsspezialisten, deren Haltung in einem Zierteich nicht unproblematisch ist. Die jungen Löffelstöre fressen zu Beginn nur lebendes Plankton. Der Nahrungsbedarf ist hoch und eine Fütterung sollte mehrfach pro Tag erfolgen. In den Zuchtbetrieben werden die Jungstöre nach erfolgreicher Erbrütung und Anfütterung auf Trockenfutter umgewöhnt. Die dann auf Pelletfutter gewöhnten Löffelstöre sind für die Haltung in Zierteichen geeignet. Schnell lernen junge Löffelstöre herabgesunkenes Futter mit der langen Nase aufzuwirbeln und dann zu fressen. Von der Wasseroberfläche saugen daran gewöhnte Löffelstöre die Pellets seitlich durch eine schräge Schwimmweise ein. Aufgrund der langsamen Futteraufnahme müssen Löffelstöre mehrfach über den Tag verteilt gefüttert werden. Wir empfehlen die Verwendung eines Futterautomaten bei 4 – 5 Fütterungen pro Tag. Auch im Winter nehmen Löffelstöre Nahrung auf und müssen dann zwar sparsam aber regelmäßig mit entsprechendem Sinkfutter versorgt werden Unsere Wassertemperatur verträgt die Art problemlos.
Im Teich oder einem Hälterungsbecken verlangt Polyodon spathula eine ruhige Umgebung mit guter Wasserqualität und ausreichendem Schwimmraum. Abgerundete Ecken vermeiden, da sich die Fische Ihre „Nase“ verletzen könnten. Man achte auf eine ausreichende Versorgung mit Pelletfutter (Mix aus Wheat-Germ Schwimmfutter und Stör Sinkfutter). Dabei sollten nicht zu viele Koi und andere agile Fische mit den Löffelstören vergesellschaftet werden. Denn alle Störarten sind langsame Fresser und leiden erheblich unter Futterkonkurrenz durch schnelle Fresser. Besser eignen sich andere Störarten als Mitbewohner. Alle Störarten reagieren empfindlich auf viele in der Fischhaltung eingesetzten Medikamente! Unter Beachtung dieser Aspekte ist der Löffelstör ein faszinierender und urtümlicher Pflegling für große und ruhige Teiche.
Achtung zum Schutz vor Faunenverfälschung dürfen die Tiere nicht in die freie Wildbahn ausgesetzt werden!
Autor: Daniel Heerz






